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Lebensmittelverschwendung: Neuer 3D-Drucker verarbeitet “hässliches” Essen

Das StatUp Studio H entwickelte Südafrikas ersten Lebensmittel-3D-Drucker namens Salad 2.0, um der weltweit enormen Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Dieser 3D-Drucker bringt von der Gesellschaft als “hässlich” bezeichnetes Obst und Gemüse in ansprechende Formen zurück.

Dass Lebensmittelverschwendung ein weltweit enormes Problem darstellt ist zwar kein Geheimnis, wird jedoch oft viel zu wenig thematisiert. Alleine in den USA gehen nach Schätzungen des USDA rund 30 bis 40 Prozent der Nahrungsmittelversorgung verloren. Dies lässt sich jedoch nicht durch mangelnde Qualität erklären, sondern schlicht mit der Tatsache, dass angebotenes Obst und Gemüse oft nicht “schön genug” ist.

Auch hierzulande stellt diese Art der Verschwendung ein großes Problem dar. Denn Obst und Gemüse mit Flecken, Druckstellen oder gar einer “unnatürlichen” Form werden oft zurückgelassen und schließlich schlecht. Zwar ist die Realisierung dieses Problems schon ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch reicht die bloße Realisierung meist nicht aus, um das Konsumverhalten der Population zu verändern.

Auch für Südafrika stellt Lebensmittelverschwendung ein großes Problem dar. Aus diesem Grund entwickelte das Südafrikanische Unternehmen Studio H den ersten Lebensmittel-3D-Drucker des Landes. Dieser soll jedoch kein komplett neues Essen 3D-drucken. Der Salad 2.0 wurde erschaffen, um vorhandenes, “hässliches” Obst und Gemüse in eine neue sowie ansprechendere Form zu bringen.

© Alix-Rose Cowie / Studio H

“Der 3D-Druck könnte das perfekte Mittel sein, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren”, sagte Studio H-Gründerin Hannerie Visser. “Um mit dem Medium zu experimentieren, haben wir Salad 2.0 entworfen. Wir kochten einen Haufen unkonventionell aussehendes Obst und Gemüse, das normalerweise in Pürees verfallen wäre, und fügten Gelatine hinzu, so dass wir das Konzentrat in farbenfrohe dreidimensionale Geleeformen mit hohem Nährstoffgehalt drucken konnten.”

Zu der Entwicklung des Salad 2.0 wurde Studio H durch die abschreckenden Lebensmittel-Statistiken Südafrikas inspiriert. Diese Statistiken besagen, dass etwa 30% der essbaren Obst- und Gemüsepflanzen in Südafrika wegen ihres Aussehens abgelehnt werden. Obst und Gemüse machen überdies knapp 44% der Südafrikanischen Lebensmittelverschwendung aus.

Studio H’s Salad 2.0 stellt durchaus eine Innovation dar. Indem optisch nicht ansprechendes Obst und Gemüse püriert und mit Gelee versehen wird, können die Nährstoffgehalte dieser Produkte erhalten werden und schlichtweg die Form und Farbe dieser Köstlichkeiten werden verändert. Durch diese geniale Idee möchte das Unternehmen zeigen, dass auch “hässliches” Essen den Qualitätsansprüchen genügen würde.

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