Home Forschung & Bildung BioPrint FirstAid: Tragbarer Bioprinter für die Wundheilung

BioPrint FirstAid: Tragbarer Bioprinter für die Wundheilung

Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) testen einen Bioprinter, der Verbände aus den Zellen der Astronauten produzieren kann. Ziel ist es eine bessere Möglichkeit zur Behandlung von Fleischwunden zu finden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leitet das Experiment, das Ende Dezember 2021 mit der 24. kommerziellen Versorgungsmission von SpaceX zur ISS gestartet wurde. Die Nutzlast enthielt den BioPrint FirstAid Handheld Bioprinter, der Zellen von Astronauten in einer Biotinte aufnimmt, mit der bei Bedarf Verbände auf Wunden aufgetragen werden können.

Schon jetzt gibt es eine Reihe von verschiedenen Projekten, welche das Bioprinting von Haut ermöglichen wollen. Bisher sind das jedoch meistens große Drucker. BioPrint FirstAid setzt hierbei auf ein mobiles Konzept. Das Gerät ist so konzipiert, dass es einen Wundbereich auf der Haut abdeckt, indem es eine mit individuellen Hautzellen beladene Biotinte aufträgt, die wie ein Pflaster wirkt und den Heilungsprozess beschleunigt.

Der Prototyp des Geräts an Bord der ISS ist nur für die Forschung bestimmt und enthält keine Zellen. Das Gerät besteht aus einer Dosiervorrichtung im Griff, einem Druckkopf, Stützrädern und einer Tintenpatrone, in der die Biotinte gelagert wird. Für diese Reihe von Experimenten enthält die Kartusche eine Ersatztinte ohne Zellen und einen Vernetzer.

Die Tinte wird auf testweise auf Besatzungsmitglieder aufgetragen, wobei der Versuch auch mit menschlichen Zellen zum Vergleich auf der Erde durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist es, das Verteilungsmuster der gedruckten Proben auf der Erde mit den im Weltraum gedruckten zu vergleichen, um die Anwendbarkeit unter Weltraumbedingungen für zukünftige Missionen außerhalb der Erde und für die Anwendung auf der Erde zu bewerten.

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