Home Marktbericht € 2,5 Millionen EU-Investment für neue Bioprinting-Plattform “TumorPrint”

€ 2,5 Millionen EU-Investment für neue Bioprinting-Plattform “TumorPrint”

Das schwedische Bioprinter-Start-Up CELLINK arbeitet im Rahmens eines von der EU co-finanzierten Projekts an der Entwicklung sowie Kommerzialisierung einer speziellen Bioprinting-Plattform namens TumorPrint, welche Biotinten, Software sowie Hardware einschließt, um menschliche Krebstumore 3D zu drucken.

Schon seit geraumer Zeit befasst sich das schwedische, auf Bioprinting spezialisierte Start-Up CELLINK mit der Entwicklung und Herstellung von Bioprintern sowie Biotinten. Die neueste Innovation des Start-Ups stellt eine Bioprinting-Plattform mit dem Namen TumorPrint dar, welche auf den 3D-Druck von menschlichen Krebstumoren spezialisiert ist.

Entwickelt wird TumorPrint mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung der Europäischen Kommission. Während das Start-Up selbst knapp 1 Million Euro investiert, darf sich CELLINK zusätzlich über eine EU-Förderung von 2,5 Millionen Euro freuen. Somit steht diesem Projekt ein Gesamtbudget von 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

“Wir sind unglaublich dankbar für die EU-Finanzierung, die zur kontinuierlichen Entwicklung neuer Technologien in Europa beiträgt, und wir freuen uns darauf, einen Mehrwert für unsere gegenwärtigen und zukünftigen Kunden in der Pharmaindustrie zu schaffen, aber vor allem, Patientenvorteile weltweit zu schaffen”, sagte CELLINKs CEO Erik Gatenholm.

CELLINK: The future of Medicine

Seit Jahren schon sind Forscher auf der ganzen Welt bemüht, menschliche Krebszellen möglichst realitätsgetreu 3D zu drucken. Beispielsweise versuchten belgische Forscher unter Verwendung von Bioprinting in-vitro Krebszellen zu erzeugen, welche die in-vivo-Zellbiologie korrekt repräsentieren können. Auch die NASA arbeitet an einer neuen Bioprinting-Methode namens „Magnetic 3D Cell Culturing“, um realitätsnahe Krebszellen für Forschungszwecke herzustellen. Die wichtigste Erkenntnis dieser Arbeiten ist die Fähigkeit des 3D-Drucks, Zellmikroumgebungen zu reproduzieren. Diese Einsicht ist vor allem in Bezug auf den 3D-Druck von Krebszellen besonders wichtig.

TumorPrint soll innerhalb der nächsten 29 Monate realisiert werden. Hierbei übernimmt CELLINK die komplette Koordination sowie Durchführung. Das primäre Ziel ist die Bereitstellung einer Hochdurchsatz-Screening-Plattform für Pharmaunternehmen. Mit TumorPrint möchte CELLINK eine Plattform bieten, welche es Pharmaunternehmen ermöglicht die Zellreaktion in Krebstumoren zu untersuchen, wenn sie verschiedenen Verbindungen ausgesetzt sind.

Neben des europäischen 2,5 Millionen Euro Investment wird CELLINK überdies durch die Absichtserklärung eines globalen Pharmaunternehmens unterstützt.

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