Home Software Materialise kündigt neue Softwareplattform „CO AM“ an

Materialise kündigt neue Softwareplattform „CO AM“ an

Der 3D-Druck-Spezialist Materialise stellt CO‑AM vor, eine offene Softwareplattform zur effizienteren Verwaltung von Prozessen in der additiven Fertigung. CO‑AM bietet Herstellern einen cloudbasierten Zugang zu einer ganzen Reihe von Softwaretools, mit denen Unternehmen jede Phase ihres AM-Betriebs planen, steuern und optimieren können. Mit CO‑AM lässt sich ein bisher weitgehend ungenutztes Potenzial der additiven Fertigung stärker auszuschöpfen. Die Serienfertigung, ob kundenindividuell oder für Endprodukte in großen Stückzahlen.

CO‑AM stützt sich auf die über dreißigjährige Erfahrung von Materialise im 3D-Druck. Die Plattform gilt als wichtiger Meilenstein in der Strategie des Unternehmens, seine gesamte Software-Suite zukünftig über die Cloud zugängig zu machen. Dabei wird die Architektur der Plattform offen gestaltet, um allen Anwendern die Möglichkeit zu bieten, ihre jeweils bevorzugten Tools zu integrieren. Auf diese Weise haben Kunden aus den fertigungsintensiven Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automotive, Konsumgüter, Medizintechnik und Energiewirtschaft jederzeit Zugang zu den neuesten Software-Innovationen. Parallel können sie entsprechend ihrer aktuellen Anforderungen effizient operativ skalieren. Gleichzeitig bietet CO‑AM den Herstellern einen nahtlosen Zugriff auf alle Produktionsdaten zur kontinuierlichen Überwachung und Verbesserung ihrer AM-Workflows.

Das ungenutzte Potenzial der additiven Fertigung

Hersteller setzen zunehmen auf AM, um im großen Maßstab zu produzieren. Bisher nutzen die meisten Unternehmen die additive Fertigung jedoch nur für die Prototypenerstellung. Die Produktion mit AM erfordert noch immer viele qualifizierte manuelle Eingriffe, und nicht durchgängig verfügbare Daten machen es schwierig, die konsistenten und wiederholbaren Qualitätsstandards zu erreichen, die für die Serienfertigung identischer oder kundenindividueller Produkte erforderlich sind. Mit dem Zugang zu ihrer jeweils bevorzugten Software über eine offene und cloudbasierte Plattform, werden Hersteller in Zukunft die Möglichkeit haben, das volle Potenzial der additiven Fertigung auszuschöpfen.

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Geschichte“, sagt Bart Van der Schueren, CTO von Materialise. „CO‑AM bietet neue Möglichkeiten für Anwender der additiven Fertigung, mit ihren bevorzugten Softwarelösungen auf einem noch nie dagewesenen Niveau Innovationen umzusetzen. Die Plattform ist offen, damit die AM-Gemeinschaft gemeinsam Lösungen entwickeln kann. So werden sowohl Wettbewerbsvorteile für einzelne Unternehmen geschaffen als auch in gleichem Maß ganze Branchen gestärkt. Gleichzeitig schafft dieses Geschäftsmodell neue Einnahmequellen für Hardware- und Softwarepartner.“

Die lernende Wissensplattform

Das Herzstück von CO‑AM ist ein Data-Lake, der mit allen Produktionswerkzeugen verbunden ist. Hier werden die Produktionsvorgänge sowie die zugehörigen Daten überwacht und analysiert. Bediener definieren und speichern außerdem ihre eigenen individuellen Arbeitsabläufe in einer Wissensdatenbank und können so den Produktionsprozess kontinuierlich verbessern. Auf diese Weise entsteht eine KI-gestützte Wissensplattform, die ständig dazulernt, damit jeder Baujob etwas besser wird als der vorherige.

Für eine erfolgreiche Skalierung ihrer AM-Aktivitäten benötigen Hersteller ein offenes Ökosystem, das mit einer Vielzahl von Technologien verbunden und in bestehende Produktionsinfrastrukturen integriert werden kann. CO‑AM von Materialise basiert auf einer offenen Software-Architektur, die Unternehmen direkten Zugang zu verschiedenen Hardware-Technologien und den bevorzugten Werkzeugen von Materialise sowie anderen Software-Entwicklern bietet. Auf diese Weise werden Unternehmen bei jedem Schritt ihrer AM-Reise unterstützt – von der Planung über den Druck bis zur Qualitätskontrolle.

Materialise plant, mehr als 25 Softwareanwendungen auf seiner Plattform CO‑AM anzubieten, darunter eine nahtlose Integration mit Magics, AM Watch für die Betriebsdatenerfassung und seine Build Processoren für die Konnektivität mit mehr als 150 verschiedenen 3D-Drucksystemen. Das Unternehmen wird die Plattform auch für unabhängige Softwareanbieter öffnen und hat bereits mehrere Anwendungen von Drittanbietern in die Plattform integriert, darunter AM‑Flow und CASTOR.

„Der nächste Schritt für Veränderungen in der AM-Industrie ist die Automatisierung“, sagt Stefan Rink, CEO von AM‑Flow. „Es gibt viele digitale Punkte, die miteinander verbunden werden müssen, um eine vollständige und automatisierte Wertschöpfungskette zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit anderen Lösungsanbietern in dieser Kette ist eine Voraussetzung für Wachstum und Skalierbarkeit der additiven Fertigung. AM‑Flow freut sich sehr, einer der ersten Partner von Materialise für die CO‑AM-Plattform zu sein.“

Omer Blaier, CEO von CASTOR: „CASTOR bündelt seine Kräfte mit Materialise, um für die Hersteller das volle Potenzial der additiven Fertigung zu erschließen. Durch die Integration unserer Lösungen auf der gemeinsamen Plattform CO‑AM bieten wir eine einzigartige Kombination aus technischer Intelligenz und Automatisierung. Zudem identifizieren wir unter Tausenden von Bauteilen die Kandidaten, die für die additive Fertigung geeignet sind. Und den gesamten Weg zum Endprodukt legen wir mittels einer einzigen Lösung zurück, nahtlos.“

Materialise lädt Anbieter von AM-Software ein, ihre Anwendungen für ausgewählte Pilotprojekte mit der Softwareplattform CO‑AM zu verbinden. Entwicklungspartner erhalten Zugang zum Software Development Kit (SDK), den APIs und der Staging-Umgebung, um eigene oder gemeinsam entwickelte Lösungen innerhalb der Plattform erstellen zu können.

Materialise arbeitet bereits gemeinsam mit einigen ausgewählten Kunden zusammen. Geplant ist ein breiterer Zugang zur Plattform CO‑AM in den kommenden Monaten.

Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Materialise

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