Home Essen Konditorin stellt Torten mit 3D-Druck und mathematischen Algorithmen her

Konditorin stellt Torten mit 3D-Druck und mathematischen Algorithmen her

Mit einer neuen Kuchenback-Technik, bestehend aus einer Verbindung von traditioneller Konditorkunst, mathematischen Algorithmen sowie 3D-Drucktechnologien, fabriziert die ukrainische Konditormeisterin Dinara Kasko exquisite Tortenkreationen der anderen Art.

3D-gedrucktes Essen… was uns früher beinahe unmöglich vorkam ist mittlerweile längst keine Seltenheit mehr. Dies beweisen uns Projekte wie „Pixsweet“, eine Plattform welche 3D-gedrucktes Eis am Stiel verkauft, Systeme wie EdiPulse oder auch Krankenhäuser, die 3D-gedrucktes Essen servieren, jeden Tag aufs Neue.

Auch Dinara Kasko, eine ukrainische Konditormeisterin, schaffte es, ihr traditionelles Handwerk mit 3D-Druck zu kombinieren. In Zusammenarbeit mit diversen Künstlern, Ingenieuren und auch anderen Konditoren erschafft Kasko unglaubliche Tortenkreationen, welche nicht nur mit Geschmack, sondern vor allem durch deren aufwendiges sowie geometrisches Aussehen überzeugen.

Essenziell für den speziellen Backprozess sind vor allem 3D-gedruckte Formen, welche die Grundlage für diese einzigartigen Backwaren darstellen, sowie auch neueste Modellierungssoftware, welche die Interaktion von Objekten im Raum simuliert. Ebenso spielen Variablen wie Materialeigenschaften, Schwerkraft und natürlich der Geschmack eine große Rolle bei diesem Prozess.

Damit ihre Torten nicht nur visuell etwas zu bieten haben, nutzt Kasko ausschließlich die Crème de la Crème der Gourmet-Zutaten. So werden diese Kreationen nicht nur zu einem Augen-, sondern überdies zu einem Gaumenschmaus. Durch das spezielle Aussehen schaffte es Kasko mit ihren Kreationen schon auf diverse Magazin-Cover, Designwebseiten sowie auch Backwettbewerbe.

Bestes Beispiel hierfür ist der algorithmische Ruby-Schokoladenkuchen, welcher von Kasko in Zusammenarbeit mit drei Konditor-Kollegen in Shanghai hergestellt wurde. Dieser Kuchen, bestehend aus 81 verschieden geformten und gekrümmten Einzelteilen, wurde zur Feier des Ruby Chocolate-Event des Schokoladenproduzenten Barry Callebaut erzeugt.

(Als Erklärung für all Jene, welche es noch nicht wissen: Ruby ist der Name einer neuen, von Barry Callebaut entdeckten Schokoladensorte.)

Ruby Schokoladentorte

Um auch weiterhin solch erstaunliche Torten kreieren zu können, arbeitet Dinara Kasko abwechselnd mit verschiedenen Künstlern. Für ihre jüngste Kreation kooperierte die Konditormeisterin beispielsweise mit dem in Miami ansässigen Künstler José Margulis, welcher für seine Erfahrung im 3D-Druck von volumetrischen Geometrien bekannt ist.

„Ich habe versucht, seine Kreationen aus Kunststoff, Aluminium und Acryl mit grundlegenden Techniken und Zutaten in etwas Essbares zu verwandeln“, kommentiert Kasko. „Es musste eine Installationsperformance sein, in der die Kunst von José geschaffen und dann von mir in ein essbares Kunstwerk verwandelt wurde, das später verzehrt werden würde.“

Mit dieser Tortenkreation schaffte es Kasko, ein hybrides kulinarisch-visuelles Erlebnis zu schaffen, welches bei ihrem Publikum sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Jedoch produzierte Die Konditormeisterin diesmal eine ganze Serie, bestehend aus vier verschiedenen algorithmischen Torten, deren Geschmacksspektren von Streusel, Mandelcreme und Erdbeer-Confit über rote Johannisbeere und weißes Schokoladenmousse bis hin zu Brombeerblaubeere-Confit, Brombeermousse und Mascarpone reichen.

„Ich mag es, Leute zu überraschen“, kommentiert Dinara Kasko bescheiden.

 

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