IDC: Ausgaben für 3D-Druck bei $ 3,6 Milliarden bis 2021 in Asien-Pazifik-Raum

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Laut einem aktuellen Bericht des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) sollen die Ausgaben für 3D-Druck im Asien-Pazifik-Raum bis zum Jahr 2021 auf $ 3,6 Milliarden ansteigen. Die Ausgaben beziehen sich auf Hardware, Materialien, Software und Dienstleistungen.

Für den Prognosezeitraum 2017-2021 rechnet IDC mit einer jährlichen Wachstumsrate von 22,4% für die Region. Neben den USA und Westeuropa ist Asien-Pazifik eine der drei größten Regionen mit 18% der weltweiten Gesamtausgaben für diesen Zeitraum. 2018 sollen die weltweiten Ausgaben für 3D-Druck bei $ 12 Milliarden liegen.

China als treibende Kraft

Dienstleistungen rund um 3D-Druck, darunter Beratungsleistungen, Service zur Systemintegration und 3D-Druckdienstleistungen, sowie die Ausgaben für Material werden knapp 45% der Gesamtausgaben in der Region ausmachen während Ausgaben für Software bei 26,9% liegen sollen.

„China steht als treibende Kraft hinter dem Wachstum im Asien-Pazifik-Raum. Die chinesische Regierung fördert die Industrie und hat mehrere Maßnahmenpläne zu 3D-Druck eingeführt sowie dementsprechende Subventionen. Folglich sind der Einsatz sowie die Ausgaben für 3D-Druck im Land gestiegen und das Interesse ist weiterhin groß,“ sagt Mun Chun Lim, Analyst bei IDC.

Die Fertigungsindustrie wird mit prognostizierten Ausgaben von knapp $ 1,1 Milliarden in 2018 der beherrschende Wirtschaftszweig. Bis 2021 sollen diese auf $ 1,7 Milliarden ansteigen. Bildung und Gesundheitswesen liegen mit rund 37% der Ausgaben hinter der Fertigungsindustrie.

„Fertigungsunternehmen im Asien-Pazifik-Raum haben mit der Evaluierung und Implementierung der Additiven Fertigung begonnen. Gepaart mit der Unterstützung der Regierung wird die Fertigungsindustrie die Ausgaben in der Region weiter anführen,“ fügt Lim hinzu.

Prototypen, Formen und Ersatzteile

Die Hauptanwendungen für 3D-Druck sind Prototypen, Formen und Ersatzteile. Als führende Anwendungen machen diese 68% der gesamten Ausgaben der Fertigungsindustrie in 2018 aus. Im Bildungssektor sind es vorwiegend Ausgaben für Unterrichts- und Forschungstätigkeiten, während im Gesundheitswesen 3D-Druck für Dentalobjekte, chirurgische Modelle und andere medizinische Hilfsmittel zum Einsatz kommt.

Branchen mit der höchsten Wachstumsrate für 3D-Druck-Ausgaben sind die Telekommunikationsindustrie mit 50,2% sowie die Rohstoffbranche mit 44%.

„Mit der Ausrichtung auf die Industrie 4.0 wir 3D-Druck den Fertigungsprozess und die Art und Weise wie Produkte hergestellt werden verändern. 3D-Druck eröffnet unendlich viele Möglichkeit und setzt eine disruptive Kraft in der globalen Lieferkette frei. Mit der kontinuierlichen Entwicklung wird 3D-Druck auch in andere Industrien vordringen und zur Entstehung neuer Anwendungsbereiche führen,“ schließt Lim.

 

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