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Corona-Hilfe: CraftUnique und Partner fertigen tausende Masken

Das ungarische 3D-DruckerHersteller CraftUnique unterstützt den Kampf gegen Corona in Europa mit seinen 3D-Druckern CraftBot. So hat das Unternehmen in den schnellen Ausbau einer eigenen 3D-Druckerfarm in Ungarn investiert. Diese besteht aus insgesamt 12 Druckern sowie der erforderlichen Software und Printmaterialien. Nun ist es möglich, Tausende von Gesichtsmasken in weniger als zwei Wochen zu drucken.

Die 3D-Druckerfarm hat bereits mehr als 5000 Masken hergestellt, die an örtliche ungarische Krankenhäuser und Unternehmen überreicht wurden, um ihre Mitarbeiter an vorderster Front zu schützen. Das Konzept erweist sich als sehr effektiv und wurde deshalb an Vertriebspartner verschiedener Länder weitergegeben. CraftUnique unterstützt diese nun grenzübergreifend mit Hard- und Software.

So hilft CraftUnique seinen lokalen Partnern beim Aufbau von 3D-Druckerfarmen, die innerhalb von wenigen Tagen in Betrieb genommen werden. Zu diesem Zweck hat die Firma mehr als 20 Drucker an seine Vertriebspartner geschickt. Diese können ihren Gemeinden nun direkt vor Ort mit selbst hergestellter Schutzausrüstung unter die Arme greifen.

3D-Drucker wie CraftBot können eine Schlüsselrolle in der Corona-Krise spielen. Sie sind kostengünstig, effizient, schnell und flexibel. Indem in kurzer Zeit kleine 3D-Druckerfarmen neu eingerichtet werden oder bereits bestehende lokale 3D-Druckereien ihre Produktion umstellen, können beispielsweise direkt vor Ort Gesichtsmasken für lokale Krankenhäuser hergestellt werden.

Trotz geschlossener Grenzen unterstützt CraftUnique den Kampf gegen Corona auch in anderen europäischen Ländern. Deutschland ist ein bedeutender Markt für 3D-Drucker. So haben die drei deutschen Partner von CraftUnique, 3dk.berlin, HEURON und RUHRSOURCE ihre Produktion umgestellt und fertigen Masken sowie weiteres medizinisches Material. Dabei kommen unterschiedliche Typen von CraftBot 3D-Druckern zum Einsatz. Ihr ausgedrucktes medizinisches Material geben die drei Unternehmen an Krankenhäuser, Ärzte und andere Personen weiter, die einer erhöhten Ansteckungsgefahr durch Corona ausgesetzt sind.

3dk.berlin stellt ebenso im 3D-Druckverfahren Gesichtsvisiere her. 5000 Gesichtsschutzbögen und 50 Spulen Filament hat das Unternehmen bereits an Johanniter-Krankenhäuser weitergegeben. Zum Druck verwendet das Unternehmen CraftBot Plus, CraftBot 3 sowie CraftBot. Die CraftBot 3D-Drucker laufen rund um die Uhr, denn 3dk.berlin ist nach wie vor dabei, hunderte Visiere zu produzieren und unterstützt damit auch das lokale Makerspace XHain, das sich dem Kampf gegen Corona verschrieben hat.

Auch HEURON setzt sich gegen Corona im Ruhrgebiet ein: „Wir liefern unsere Masken nicht nur an Ärzte, sondern an alle, die sie benötigen – zum Beispiel an die Polizei, die Feuerwehr, Kosmetiker oder Privatpersonen, die sich um ihre Großeltern kümmern“, sagt Jörg Heusler, Chef von HEURON in Bochum. HEURON geht im Kampf gegen Corona sogar noch einen Schritt weiter und hat sich mit einer Makergruppe zusammengeschlossen, um gemeinsam Sponsoren zu finden oder Arbeiten wie den Einkauf von Folien und Gummibändern zu stemmen. Mehr als 1000 Masken hat die Gruppe ruhrgebi3d.de so bereits ausgedruckt und geliefert. Gedruckt werden die Schutzausrüstungen mit dem CraftBot sFlow Idex, CraftBot 3 sowie CraftBot Plus.

RUHRSOURCE, ein 3D-Druck-Experte aus Bochum, hat in der Corona-Krise sehr schnell beschlossen, mit seinen 3D-Druckern im Kampf gegen das Virus zu helfen: „Wir haben unsere gesamte Produktion an einem Wochenende auf Gesichtsvisiere und Mund-Nasen-Masken umgestellt“, sagt Dominik Halm, CEO von RUHRSOURCE. Seit Ende März hat das Unternehmen insgesamt mehr als 1000 Visiere, Masken und Türöffner zum Selbstkostenpreis hergestellt. Die verwendeten Drucker sind unter anderem CraftBot Flow, CraftBot XL und CraftBot Plus.

Eine Übersicht über weitere Initiativen in diesem Bereich finden Sie auf unserer Corona-Übersichtsseite. Ein Überblick aller 3D-Drucker des Herstellers finden Sie hier.

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