Gigantische 3D-gedruckte Kunststoff-Madonna aus recycelten Plastikflaschen

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Die Organisation Klean aus den Niederlanden befasst sich mit der Vermeidung und dem Recycling von Plastikmüll. Für ein aktuelles Projekt wurden daher 100,000 Flaschen gesammelt, die zu einer 3D-gedruckten Madonna Statue umgeformt werden sollen.

Seit 2016 läuft das Projekt von Klean. In der Zeit wurde schon einen Statue aus Kunststoff auf den Stränden von Rio präsentiert. Eine kleinere, 3D-gedruckte Version wurde in Amsterdam gezeigt. Jetzt will die Organisation noch mehr Aufmerksamkeit erregen, mit einer noch größeren 3D-gedruckten Statue.

Damit das Projekt überhaupt möglich ist, haben Menschen in den Niederlanden etwa 100.000 Kunststoffflaschen gespendet. Diese Flaschen werden dann gereinigt und zu Filament umgewandelt. Anschließend können die Bauteile für die übergroße Statue 3D-gedruckt werden.

Bisher konnten so schon einige Bauteile der Statue hergestellt werden. Unter anderem sind schon die Füße für die Statue vollständig 3D-gedruckt worden. Nach und nach sollen so alle Bauteile entstehen und miteinander verbunden werden.

Ziel des Projektes ist es zu veranschaulichen, wie viel Kunststoffmüll eigentlich anfällt. Leider wird dieser oft nicht richtig getrennt und wird dann verbrannt oder landet in den Ozeanen. Wenn Kunststoffmüll richtig getrennt gesammelt wird, kann er erneut verwendet werden. So ist zum Beispiel eine Anwendung als 3D-Drucker Filament möglich. So gibt es etwa schon Filament auch recycelten Joghurtbechern zu kaufen. Aber auch beim 3D-Druck selbst fällt unnötig viel Müll an. Erst kürzlich haben wir über die Alternativen zu den unnötigen Filamentspulen berichtet.

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