Home News Der 3Druck.com-Jahresrückblick 2014 – Teil 4 (April)

Der 3Druck.com-Jahresrückblick 2014 – Teil 4 (April)

2014 war wieder ein ereignisreiches Jahr in der Welt des 3D-Drucks und der Additiven Fertigung. In den nächsten Wochen wollen wir deshalb das Jahr nochmals Revue passieren lassen und die Highlights auf 3Druck.com präsentieren. Heute veröffentlichen wir den vierten Teil über den April 2014.

Smartphones und Tablets gehören heute schon zu alltäglichen Begleiter. Sie ersetzen nicht nur die herkömmlichen Handys, sondern auch MP3-Player, Fotoapparate und Videokameras. Durch schnellere Prozessoren und bessere Sensoren verdrängen sie komplette Geräte-Sparten. Derzeit gibt es in diesem Bereich einen Trend zu 3D-Kameras. Diese könnten in Zukunft das Einscannen von Objekten ermöglichen.

Google kündigte noch im März das „Project Tango“ an. Das Advanced Technology And Projects Team (ATAP) von Google entwickelte eine Kamera für Smartphones und Tablets, welches Objekte sowie auch Räume digitalisieren kann. Dies wird mit diversen Sensoren und anderer spezieller Hardware realisiert. Derzeit befindet sich das Projekt noch in einer Test-Phase und steht Entwicklern zur Verfügung.

Aber nicht nur Google beschäftigt mit sich 3D-Kameras. Das Startup „Heuristic Labs“ hat im April LazeeEye vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein Hardware Addon, welches man an einem iPhone oder Android-Smartphone anschließen kann. Während LazeeEye nicht erfolgreich finanziert werden konnte, stellte u.a. 3D Systems mit iSense eine ähnliche Hardware vor, die 3D-Scans mit iPads ermöglicht. Andere Unternehmen versuchen mit den schon vorhandenen Kameras in Smartphones 3D-Scanner zu realisieren. 3D Face von Microsoft, 123D Catch von Autodesk, Redner von Replica Labs und andere.

Letztes Jahr hat der 3D-Druck-Stift 3Doodler für Furore beim Crowdfunding-Portal Kickstarter gesorgt. Im April 2014 begeisterte der 3D-Printing-Pen LIX die Benutzer von Kickstarter. Der Stift sieht nicht nur stylischer aus, sondern ist auch kompakter und soll somit leichter zu bedienen sein.

Im April machte auch Disney Research mit einer Entwicklung im 3D-Druck-Bereich auf sich aufmerksam. Die Forschungsabteilung von Walt Disney hat in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern eine Maschine entworfen, die mit Wolle „drucken“ kann. Das Gerät arbeitet ähnlich wie andere D3-Drucker. Aber anstatt Kunststoffe zu schmelzen wird Wolle übereinander gelegt und mit Widerhaken verfilzt.

Schon seit mehreren Jahren versuchen verschiedene Forschungseinrichtungen das 3D-Drucken von Häusern zu ermöglichen. So hat 2011 Dr. Behrokh Khoshnevis von der University of Southern California ein mögliches Konzept zum „3D Druck“ von ganzen Häusern (Contour Crafting) entwickelt. Erst im Januar dieses Jahres hat die US Navy gemeinsam mit der National Science Foundation die Entwicklung eines 3D-druckbaren Betons für die Anwendung automatischer Verarbeitung mittels Contour Crafting (CC) gefördert.

Im April hat das chinesische Unternehmen Shanghai WinSun Decoration Design and Engineering Co gezeigt wie es innerhalb eines Tages mit Hilfe von 3D-Druck-Technologie 10 Häuser produziert hat. Das Material für die Häuser, die Schicht für Schicht aufgebaut wurden, wird aus Bauschutt und Industrieabfällen recycelt. WinSun plant 100 Recycling Fabriken im Land zu bauen um den Schutt zu sammeln und zu günstigem Material für 3D-Drucker zu verarbeiten.

Auch ein US-Unternehmer mit dem Namen Andrey Rudenko, hat in diesem Jahr eine Möglichkeit zur Herstellung von Häusern mit Hilfe eines 3D-Druckers präsentiert. Für seine Entwicklung setzte er auf Techniken und Tipps vom Open Source RepRap-Projekt.

Ebenfalls in diesem Jahr beschäftigten das „Institute for Advanced Architecture of Catalonia“ mit dem Druck von Häuser. Bei diesem Projekt wird auf Roboter (Minibuilder) gesetzt, welche das Haus aufbauen. Das slowenische Unternehmen BetAbram hat 3D-Drucker ab 12.000 Euro für den Bau von kleinen Häusern angekündigt und „United Earth Builders“ hat ebenfalls eine durch 3D-Druck-Techniken inspirierten Methode präsentiert mit welchem man Häuser bauen kann.

Jahresrückblick 2014

(C) Pictures: Google, 3D Systems, LIX, Institute for Advanced Architecture of Catalonia, Heuristic Labs

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.
Haben Sie einen Fehler entdeckt? Oder Anregungen und Ergänzungen? Bitte schicken Sie uns eine Nachricht.
Vorherigen ArtikelUPS wird 3D-Druck Dienstleister – Update: UPS will keine Atomsprengköpfe drucken
Nächsten ArtikelDas Lichtschwert von Star Wars „The Force Awakens“ aus dem 3D-Drucker
David ist Redakteur bei 3Druck.com.