Home Coronavirus Origin entwickelt und testet 3D-gedruckte Teststäbchen für COVID-19

Origin entwickelt und testet 3D-gedruckte Teststäbchen für COVID-19

Immer mehr 3D-Druck-Unternehmen helfen dabei Möglichkeiten zu finden, um beim Kampf gegen die Pandemie zu helfen. Während viele Firmen Schutzvisiere produzieren, stellen auch immer mehr Unternehmen Teile von Testkits her. So auch das US-amerikanische Start-up Origin.

Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, dass sein Design für 3D-gedruckte Tupfer erfolgreich einer ersten klinischen Bewertung hinsichtlich humanspezifischer Faktoren, Materialprüfung und PCR-Kompatibilität unterzogen wurde. Die Evaluierung wird in Zusammenarbeit mit dem Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) durchgeführt, das auch mit einer Handvoll anderer 3D-Druckerfirmen bei der Entwicklung und Bereitstellung von gedruckten 3D-Teststäbchen zusammenarbeitet. So haben wir gestern darüber berichtet, dass EnvisionTec der gleichen Überprüfung unterzogen wurde. Das wurde im Rahmen eines Konsortiums realisiert, welches aus AM-Unternehmen, Akademikern und Medizinern besteht. Ziel ist die Entwicklung von gedruckten 3D-Teststäbchen. Zu diesem Konsortium gehören Formlabs, Carbon, EnvisionTEC, Desktop Metal und Origin auf der AM-Seite sowie BIDMC, die Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences, USF Health, Resolution Medical, Ohio State und andere. Über diese Zusammenarbeit drucken validierte Hersteller in den Vereinigten Staaten jetzt bis zu 4 Millionen Teststäbchen pro Woche.

Das ist auch notwendig, weil durch den Kampf gegen COVID-19 Regierungen weltweit versuchen die Testkapazitäten auszubauen. Deswegen gibt es eine erhöhte Nachfrage an Testkits. Ein gefragter Teil ist hierbei dieser Teststäbchen.

Die Abstrichtupfer selbst müssen bestimmte Standards erfüllen. Aus mechanischer Sicht müssen sie sowohl steif als auch flexibel genug sein, um in die Nasenhöhle eingeführt und bewegt werden zu können, und sie müssen außerdem biokompatibel und effektiv bei der Aufnahme und Aufbewahrung der Proben sein. Für die Entwicklung von Abstrichen, die diese Kriterien erfüllen, haben sich additive Designs und Produktionen als eine geeignete Lösung erwiesen. Origin, das die offene AM-Plattform Origin One auf den Markt gebracht hat, entwarf seinen Abstrichtupfer unter Verwendung der nTopology nTop-Plattform und hat mit dem BIDMC zusammengearbeitet, um das Gerät auf Wirksamkeit und Sicherheit zu testen und zu erproben. Die ersten Tests verliefen vielversprechend für den gedruckten 3D-Tupfer, und Origin geht davon aus, dass die vollständigen Ergebnisse der klinischen Studie in Kürze veröffentlicht werden können.

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